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►► VISUELLE  MEMOIREN
"Ich wollte schon immer sehen, was ich denke"
Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 2019

384 S., 21x21 cm, 40 Euro
mit ca. 3.000 Abbildungen
ISBN: 978-3-96098-651-5

Es ist die Antwort auf die Frage: Was ist darstellbar? Bilde ich die Themen ab oder entstehen Empfindungen dann, wenn wir eine Darstellung sehen? Welche abstrakten, nämlich gegenstandslosen Themen lassen sich ausdrücken, beschreiben, und das heißt im oder als Bild darstellen? Welche Eindrücke werden zu Gedanken? Können Gedanken Grundlage für visuelle Darstellungen sein?

Bestellung: info(a)atelier-stankowski.de

 

Stimmen

Ich hoffe, es geht Ihnen so gut, wie ihre Publikation schön und bedeutsam ist. Prof. Christof Windgätter,  Medien

Dank für das wirklich schöne und interessante Buch. Walther König, Verleger

Einfach toll. Was Sie alles gemacht und bewahrt haben! Josef Linschinger, konstruktiver Künstler

Durch Dein Formwissen werden Zeichen zur Erkenntnis für den Betrachter. Peter Grohmann, Verleger

Dein ‚Skizzen‘Buch ist unerwartet aktuell: die Gegenwart schätzt die Flüchtigkeit, das Unerfüllte, das Projekt. Jürgen Becker, Kabaretist

... ein faszinierendes Universum zu der Frage: Was ist darstellbar. F.W.

Durch Deine Erfahrung um die Bedeutung von grafischen Zeichen wird Dein Formwissen zur Erkenntnis für den Betrachter. K.L.

Ein echtes Lebenswerk und auch Deine Detailfreude und -genauigkeit gefällt mir sehr gut. Eva, Szenografin

... und lese ständig in Deinen überwältigenden visuellen Memoiren mit der einleitenden klaren
geschichtlichen Zusammenfassung. Hans Jörg Glattfelder, konstruktiver Künstler

Ein einzigartiger, zeitloser Fundus bildnerischer und sprachlicher Grundlagen zur Entwicklung von Gestaltungsthemen und der Vermittlung des Sprechens über Gestaltung. Thomas Kohl, Produktdesigner

... was für eine tolle Überraschung: Dein Buch, ein famoser Schmöker ist es geworden, ich schau jeden Tag hinein und verliere mich immer aufs Neue. Tom Lamberty, Merve-Verleger

In Deinem großartigen Buch kann ich stundenlang blättern und tue es auch. Es liegt auf meinem Zeichentisch und füllt meine kreativen Pausen. Rainer Hachfeld, Karikaturist

 

Buchbesprechung von Heinz Weißflog (DNN 25. Mai 2020)

„Ich wollte schon immer sehen, was ich denke“
Visuelle Memoiren: der Konstruktivist, Grafiker, Designer, Buchgestalter und visueller Philosoph Jochen Stankowski wird 80 Jahre alt.

Zu Jochen Stankowskis 80. Geburtstag ist im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, ein umfangreicher Band unter dem Titel „Visuelle Memoiren“ erschienen, ein Erinnerungsbuch des Künstlers an seine lebenslange künstlerische Beschäftigung mit dem Konstruktivismus, dem Design, der Buchgestaltung und der visuellen Poesie sowie deren philosophischer Interpretation. Das Buch, das Stankowskis Lebenswerk umreißt, ist ein lebendiges Beispiel für die Haltung eines Künstler-Philosophen, der in seinem Wirken und Arbeitsbereich bis heute neue Wege geht. Immer beschäftigen ihn die medialen Ebenen, die einander bedingen und sich durchdringen, darunter das Visuelle und die Sprache, Wort und Bild. Der Band enthält 42 ausgewählte Themenkapitel von „Punkt“ (Anfang) bis „Zeichen“ (Signale), die die akribische Forschungsarbeit an neuen Ausdrucksvarianten des Konstruktivismus streng und logisch sowie werkbiografisch geordnet belegen.

Grundlage des Buches sind einige tausend, über ein ganzes Leben angehäufte Entwürfe und Skizzen mit Bleistift, Feder und Pinsel, Drucke, aber auch Formen- und Farbexperimente. Stankowski beschritt Neuland, erhielt Anregung von den Konstruktivisten-Urvätern, suchte nach neuen Möglichkeiten immer im Zusammenhang von Form und Sprache, sowie der Beobachtung von Natur, Poesie und Wissenschaft, die er analysierte und in abstrakte Formen überführte: Sein Credo: „Ich wollte schon immer sehen, was ich denke.“ zeigt anschaulich den Weg, den er beim Arbeiten dorthin beschreitet. Seine Ideen findet er über einen Gedanken (den eigenen oder fremden) oder durch Beobachtung (innen und außen). Die sprachliche Form wird in einem komplizierten, dialektischen Prozess (es genügen zwei Punkte oder eine Linie) visuell umgesetzt. Aber auch umgekehrt sind visuelle Phänomene Gegenstand des Sprachlichen.

Im Zentrum des opulenten Bandes steht das Kapitel 11 „Gegensatz, visuell“, ein Versuch zur Dialektik des Sehens. Bereits 1982 schrieb Stankowski 36 sprachliche Gegensatzpaare auf eine Kladdenseite, z.B. über-unter, rechts-links, tief-hoch, steil-flach. Diese sprachlichen Paare versuchte er auch formal auszudrücken, z.B. hin und her als Pendel, innen und außen als Kreis im und außerhalb eines Würfels: Hier schrieb der Autor 1982: „Jede Skizze ist eine Art Tasten. Ich zeichne jeden Impuls auf und schauen dann – auch oft mit Abstand –, ob in ihr die Lösung zu finden ist. Das Auge hat ein eigenes Gehirn. So betrachte ich alles, was aus dem Stift kommt.“ ...
 

Inhalt 42 Kapitel mit ca. 6 Seiten und Einführung: Der Punkt. Der Anfang / Linie. Bewegliche Tat / Fläche. Der Grund / Quadrat. Raute. Raum / Form. Körper. Modell / InnenAußen / Schichten. Höhen / GanzDetail / Auflösung / Amorph. Barock / Gegensatz. Visuell / Progression. Bewegung / Determiniert. Formreihen / Kinetik. Bildnerische Zeit / Spiegelung. Sein. Denken / Wandel. Bewegungsformen / Schatten. Erkenntnis / Aufbruch. Ausbruch / Aufhebung / FormBeziehung. FormAusdruck / Brücke. Einerseits-Andererseits / Falte um Falte / Pfeil. Paradox / Fraktal. Die Wiederholung / TraumZeichen / Schöpferische Landschaft / Kristall. Geometrie. Kosmos / Knacks. Craquelé / Netze. Rhizome / Knoten. Punkt     / Grenzen. Drinnen/Draußen / Gleichgewicht. Flexibel / Geister. Anthropomorph / Strahlen. Wellen. Teilchen / 8 Bit. 256 Möglichkeiten / TechnikZeichen / Sprache des Paradies / BildSätze / LetterForm / TextGestalten / TonZeichen. TaktZeichen / Zeichen. Signale /  z.B.:
 

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